ASF Thüringen

24.11.2020 in Allgemein

Orange the world - Pressemitteilung der ASF Thüringen zum 25. November

 

Die UN-Kampagne „Orange The World“ findet jährlich zwischen dem 25. November, dem “Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen”, und dem 10. Dezember, dem “Internationalen Tag der Menschenrechte”, statt. Weltweit erstrahlen Gebäude in oranger Farbe als sichtbares Zeichen gegen die Menschrechtsverletzungen an Frauen und Solidarität mit den Opfern.
„Wir beobachten leider seit Jahren Tendenzen, dass versucht wird, Erreichtes in der Gleichstellungspolitik zurückzudrehen. Dass aber sogar der Kampf gegen Gewalt dieser Ideologie zum Opfer fällt, macht besonders wütend. So hat auch die kürzlich beschlossene weitere Verschärfung des Abtreibungsrechts in Polen nur ein Ziel: Frauen wieder an ihren traditionellen Platz, in das Private, zurückzuweisen. Sie zum Schweigen zu bringen und aus gesellschaftlichen Prozessen auszuschließen, indem ihnen das Recht auf Selbstbestimmung genommen wird.“ (Maria Noichl, ASF-Bundesvorsitzende)
Nadya Andjoman, eine Dichterin aus Afghanistan hat versucht - gegen das Schweigen - „sich mit Worten zu wehren. Das Recht zu schreien heißt eines ihrer Gedichte. [....]
Ich, umsonst geboren, und Liebe in meinem Mund [...]
In der Hoffnung, eines Tages den Käfig zu brechen
Frei von Erniedrigung, und berauscht vom Singen
Ich bin nicht die zarte Weide, die in Lüften zittert
Bin afghanische Tochter, mit dem Recht
Zu schreien. [Auszug]“   (Ute Scheib, Mariam Notten, 'Ich, umsonst geboren ...', 2005,TAZ vom 12.12.2005).
Sie wurde nur 25 Jahre alt, ihr Ehemann hat die Dichterin totgeprügelt, bevor sie sich voll entfalten konnte.  
In Deutschland wurden im Jahr 2019 rund 115.000 Frauen Opfer von Gewalt.
Die Weltgesundheitsbehörden WHO hat am 11. März 2020 den Covid-19-Ausbruch als weltweite Pandemie erklärt, in Folge von Lockdown-Maßnahmen zeigt ein UN-Bericht ein alarmierendes Ansteigen der anderen, der bereits existierenden Pandemie von Gewalt gegen Frauen. (UN Trust Fund to End Violence against Women, COVID-19 and Global Impact on Violence against Women: A Protracted Crisis, 2020).
Unsere Wachsamkeit Missstände aufzudecken, anzuprangern und abzuschaffen, unsere Achtsamkeit Frauen und ihr oft nicht ausgelebtes Potenzial zu erinnern und zu würdigen darf nicht nachlassen.

 
 

24.10.2020 in Gleichstellung

Der Kampf geht weiter

 

Nach dem Urteil der Verfassungsgerichte in Thüringen und Brandenburg äußern die Bundesvorstandsmitglieder der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen Ulrike Häfner (Brandenburg) und Heidrun Sachse (Thüringen) ihr Bedauern, betonen aber beide, dass der Kampf um mehr Frauen in den Parlamenten weitergeht.

Beide SPD Frauen erklärten, dass sie das Gerichtsurteil akzeptieren. "Aber wir haben uns auch der Beschwerde vor dem Bundesfassungsgericht durch Frau Prof. Silke Laskowski angeschlossen, weil wir denken, dass Artikel 3 des Grundgesetztes einen Auftrag zur Gleichberechtigung enthält, der durch ein Parité-Gesetz wie in Frankreich erfüllt werden würde."

Laut dem Paritätsgesetz hätten die Parteien bei der nächsten Landtagswahl ihre Wahllisten zu gleichen Teilen mit Frauen und Männern besetzen müssen. Nachdem im Juli das Verfassungsgericht in Thüringen dieses Gesetz für nichtig erklärt hatte, folgte nun mit Brandenburg ein weiteres Bundesland. Das Brandenburgische Landesverfassungsgericht kommt u.a. zu dem Schluss, dass Quoten die Chancengleichheit der Parteien verletzten.

Ein Parlament, in dem gleichermaßen Frauen wie Männer agieren, ist damit wieder in die Ferne gerückt. "Unser Ziel ist ein deutlich höherer Frauenanteil in den Kommunalparlamenten, den Landtagen und im Bundestag. Bis wir ein Parité-Gesetz haben, werden wir den Wählerinnen und Wählern erklären müssen, wer Frauenrechte verteidigt und wer nicht." so Ulrike Häfner und Heidrun Sachse abschließend.

 
 

01.10.2020 in Allgemein

Info-Stand zum "International Safe Abortion Day" am 28.09.2020 in Jena

 
Infostand der ASF Jena/SHK

Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung koordinierte auch im Pandemiejahr 2020 wieder den "International Safe Abortion Day". Er findet immer am 28. September statt und zielt auf eine großflächige Aufklärung der Bevölkerung ab. Das Motto in diesem Jahr war „Schwangerschaftsabbruch ist Grundversorgung! Egal wo. Egal wer. Egal warum.“

 
 

15.07.2020 in Gleichstellung

Pressemitteilung des Deutschen Frauenrats zum Urteil des Thüringer Verfassungsgerichtshof #Parität

 

Elke Ferner, Vorstandsmitglied des Deutschen Frauenrates (DF) und die ehemalige Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, hat in der Pressemitteilung des DF Stellung zu dem heutigen Urteil des Thüringer Verwaltungsgerichtshofs genommen. Wir schließen uns diesen Worten vollumfänglich an.

 
 

02.06.2020 in Allgemein

SPD-Stadträtin Katja Glybowskaja (Jena) mit dem Helene-Weber-Preis 2020 ausgezeichnet

 

Katja Glybowskaja ist eine der insgesamt 15 Kommunalpolitikerinnen, die 2020 mit dem Helen-Weber-Preis ausgezeichnet werden. „Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, deren Mitglied Katja Glybowskaja ist, freut sich sehr über diese verdiente Auszeichnung. Wir gratulieren unserer Preisträgerin herzlich.“, so Daniela Gruber, Vorsitzende der ASF Jena/SHK.

Katja Glybowskaja ist seit 2014 Mitglied der Jenaer SPD-Stadtratsfraktion und seit 2019 deren Vorsitzende. Sie engagiert sich seit langen Jahren kommunalpolitisch und setzt sich mit viel Kraft und Ausdauer für soziale Belange, im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, für Familien und im Bildungsbereich ein. Ein besonderes Anliegen sind ihr dabei die Anerkennung von Vielfalt und Förderung von Chancengerechtigkeit. Neben ihrem kommunalpolitischen Ehrenamt ist sie in vielfältigen Initiativen auch über Jenas Grenzen hinaus aktiv. Sie ist Mitbegründerin von Vereinen im Bereich der Flüchtlingssozialarbeit sowie der Interkulturellen Bildung und engagiert sich im Trainernetzwerk Zivilcourage e.V.

Mit dem Helene-Weber-Preis zeichnet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Frauen aus, die sich ehrenamtlich in der Kommunalpolitik engagieren und herausragende Leistungen in den Bereichen Zivilgesellschaft, Frauen, Gleichstellung und Vielfalt erbringen. Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages können Frauen für diesen Preis vorschlagen, die Auswahl wird von einer Jury getroffen, der unter anderem Vertreterinnen des Deutschen Frauenrates angehören.  Benannt ist der Preis nach der Politikerin Helene Weber, die zusammen mit Elisabeth Selbert, Frieda Nadig und Helene Wessel eine der vier „Mütter des Grundgesetzes“ war.

Katja Glybowskaja wird als Preisträgerin nun Teil des Helene-Weber-Kollegs und somit eines großen, gesamtdeutschen Netzwerks hochmotivierter, hochengagierter politisch tätiger Frauen, die Vorbild und Botschafterinnen für mehr Frauen in der Politik sind.

Die diesjährigen Preisträgerinnen werden am 08. September von Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey ausgezeichnet.

 
 

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