
Conny Klisch - Vorsitzende der ASF Thüringen
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Gleichberechtigung ein Gesicht geben - ein Gastbeitrag von Conny Klisch
den ganzen Beitrag finden Sie auch auf www.spd.de
ASF Thüringen
Allgemein

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Gleichberechtigung ein Gesicht geben - ein Gastbeitrag von Conny Klisch
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"Gleichberechtigung ein Gesicht geben"
Conny Klisch (40) lebt in Erfurt und ist als Mitglied im Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischen Frauen (ASF) aktiv. Auch im Thüringer Landesvorstand ist sie tätig. Zum 40. Geburtstag der ASF schickt die Erfurterin ein Grußwort an die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft und zieht auf SPD.de Bilanz.
Liebe Frauen,
40 Jahre ASF! Ein Jubiläum, das ich und meine Lieblingsarbeitsgemeinschaft gemeinsam haben. 40 Jahre - da fragt "Frau" sich automatisch:
"bin ich jetzt alt (?) - zu alt? "
Ist die ASF jetzt alt (?), zu alt oder überholt? Natürlich nicht!
Ich habe als DDR Kind schon vor 39 Jahren den ganzen Tag die Krippe besucht und auch den Ganztags-Kindergarten und die vollberufstätigen Eltern gehabt.
Ich habe die Wende als junge Abiturientin als eine echte und unausweichliche Befreiung erlebt. Und Gleichstellung war für mich eine geglaubte Lebensrealität. Doch spätestens als ich selbst Mutter wurde und als Assistenzärztin ohne jahrelange Unterbrechung weiter arbeiten und forschen wollte, da wußte ich es ist noch viel zu tun. Ich beschloss in die SPD einzutreten.
Doch die großen Volksparteien verlieren Mitglieder(innen) und die AG's sind oft eher ein Anhängsel als das Herz der Partei. Aber die ASF ist genau das für mich. Die ASF ist und hat Herz!
"Aktive Frauen sichtbar machen"
Ich mag es hier Frauen zu treffen, die gemeinsam an einem Strang ziehen und für klare gemeinsame Ziele einstehen. Im Kern finde ich genau hier oft Energie für die weitere ehrenamtliche Arbeit. Als Thüringer ASF Landesvorsitzende und ASF Bundesvorstandsmitglied bin ich immer wieder über die Kreativität und gleichzeitige Ausdauer meiner Mitstreiterinnen im Kampf für Gleichberechtigung erstaunt und ermutigt.
Aber ich sehe auch die andere Seite der Medaille.
Wir Frauen sind zwar in der Gesellschaft die Hälfte des echten Lebens, aber wir sind es (immer noch) nicht beim Gehalt, der Karriere, der Rente und auch nicht in der SPD.
Wir sind zahlenmäßig in unserer Partei in der Minderheit. Wir brauchen die Quote in der SPD weiterhin als Hilfsmittel um eine formelle und strukturelle Gleichstellung zu erreichen. Doch wir brauchen noch mehr. Wir müssen all die aktiven Frauen in der SPD auch sichtbar machen. Wir müssen der Gleichberechtigung in ihrer Vielfalt auch Gesichter geben.
Oft verkünden unsere Genossen die Gleichstellung und die Genossinnen verbleiben in der zweiten Reihe. Oft halten die Bürgerinnen in diesem Land genau das für unglaubwürdig.
Wir brauchen die ASF und zwar als das was sie ist - als Herz der SPD.
Ich wünsche ihr daher alles Gute, viel Kraft, Ausdauer und Freude am Puls der Zeit!
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