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ASF Thüringen

Würfeln für einen Vollzeitjob - der Equal Pay Day in Eisenach

Allgemein

Wie in jedem Jahr beteiligte sich die ASF Eisenach- Wartburgkreis auch 2014 beim Tag der Lohnungleichheit - dem Equal Pay Day.

„Von alleine ändert sich gar nichts – der Wert ist seit Jahren gleich. Es ist höchste Zeit für ein Gesetz gegen Lohndiskriminierung. Dieses Gesetz muss Transparenz über den Lohn im Betrieb und in Tarifverträgen herstellen. Und es muss durch verbindliche Verfahren sicherstellen, dass Lohnungleichheit beseitigt wird“, fordert die ASF Vorsitzende Heidrun Sachse.

„Die bereinigte Lohnlücke, also der Vergleich zwischen Männern und Frauen mit vergleichbaren Qualifikationen und Lebensläufen, beträgt noch immer zwischen 7 und 8 Prozent. Dieser Unterschied ist alleine auf das Geschlecht zurückzuführen“, betont die ASF- Vorsitzende von Eisenach und dem Wartburgkreis Heidrun Sachse: „Das ist Diskriminierung. Ich bin für eine Doppelstrategie: Männer und Frauen brauchen dieselben Rahmenbedingungen im Arbeitsleben, so dass Frauen sich ihrem beruflichen Fortkommen widmen können. So können die strukturellen Ursachen der Lohnlücke ausgeschaltet werden. Die Lohndiskriminierung dagegen kann nur per Gesetz beseitigt werden.“

Am Eisenacher Markt gab es für die Passanten ein Würfelspiel um einen Vollzeitjob (belegtes Brot wenn eine 6 gewürfelt wurde) oder einen Teilzeit bzw. Minijob (ein trockenes Brot bei jeder anderen Zahl). Trotz des stürmischen Wetters lockten so die Frauen des Eisenacher Frauennetzwerkes um die Gleichstellungsbeauftragte Ulricke Quentel viele Passanten an den Stand. Ein Mann lehnte ab mit den Worten "das ist mir zu riskant".... dem hatten die Frauen nichts hinzu zu fügen.

Hintergründe zur Lohnlücke
Die Lohnlücke in Deutschland wird sowohl in bereinigter und als auch in unbereinigter Form dargestellt. Die unbereinigte Lohnlücke beträgt 22 Prozent und vergleicht alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer miteinander, unabhängig von individuellen Faktoren wie der wöchentlichen Arbeitszeit, der Branche oder der Hierarchiestufe. Der Unterschied von 22 Prozent ist somit auf schlechtere Zugänge von Frauen in bestimmte Berufe oder Gehaltsgruppen zurückzuführen.

Die bereinigte Lohnlücke dagegen klammert diese Faktoren aus. Hier werden nur Gehälter von Frauen und Männern herangezogen, die vergleichbare Berufsbiografien haben. Diese bereinigte Lohnlücke beträgt je nach Rechnung 7-8 Prozent und ist alleine mit dem Geschlecht der Entlohnten zu begründen.

 
 
 

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