ASF Thüringen

Stimmungsvoller Leseabend bei der ASF Eisenach/Wartburgkreis

Parteileben

v.l. Klaus Wolf, Heiko Gentzel, Dr. Wolfgang Schenk, Michael Brieske, Hartmut Sommer

Was Frauen denken und wünschen, das wussten vier Männer am Vorabend des Nikolaustages ganz genau. Heiko Gentzel, Dr. Wolfgang Schenk, Hartmut Sommer und Klaus Wolf waren auf Einladung der ASF Eisenach/ Wartburgkreis in die Gedenkstätte „Goldener Löwe“ gekommen, um dort für Frauen vorzulesen – natürlich aus „Frauenbüchern“.

Zurücklehnen und genießen, das war das Motto der Lesung, und das konnten die anwesenden Frauen tatsächlich tun und sich auf sehr vergnügliche Weise von den Männern unterhalten lassen.

Der Auftakt gebührte Jane Austen, die Susanne Köhler, die Vorsitzende des ASF-Kreisverbands, als „Urmutter der Frauenliteratur“ bezeichnete. Klaus Wolf amüsierte seine Zuhörerinnen mit einer ausdrucksstarken Lesung aus „Gefühl und Verstand“. Ihm folgte der Landtagsabgeordnete Heiko Gentzel mit zwei Glossen aus dem Buch „Ich hatte sie alle“ von Katinka Buddenkotte. Er brachte damit nicht nur sein Publikum zum Lachen, sondern bezeichnete sich selber als „Gewinner des Abends“, weil er durch die Vorbereitung auf die Lesung ein tolles Buch entdeckt habe.

Auch Dr.Wolfgang Schenk freute sich über das für ihn ausgewählte Buch. Er las aus Renate Feyls „Das unerträgliche Joch der Vortrefflichkeit“ über das interessante Schicksal von Schillers Schwägerin Caroline von Wolzogen und zog die anwesenden Frauen (und Männer) mit seiner Darbietung in den Bann eines reizvollen weiblichen Stücks Thüringer Geschichte.

Den Reigen beschließen durfte Hartmut Sommer mit einer Passage aus „Gegensätze ziehen sich aus“ von Kerstin Gier, einer erfolgreichen Newcomerin in der Frauenliteraturszene. Seine pointierte Lesung rankte sich um ein Zitat von Esther Vilar: „Für eine Frau gibt es wichtigere Dinge als einen Organsmus, zum Beispiel den Kauf von einem Paar auberginefarbenen Lackstiefelchen.“ Wohl kaum eine Frau im Saal, die hierbei nicht schmunzelte – und dabei vielleicht sogar einen verliebten Blick auf ihre eigenen Schuhe oder Stiefel warf.

Zum stimmungsvollen Gelingen der Veranstaltung trugen auch wesentlich die von Michael Brieske ausgewählten und vorgetragenen Lieder zur Mann-Frau-Beziehung bei. Augenzwinkernd wollte er an diesem Abend die „Männerperspektive“ beisteuern und tat dies mit zum Teil kabarettistischen Anklängen. Einfühlsam am Klavier begleitet wurde er dabei von Dina Meinhard.

Am Ende waren sich Akteure und Publikum mit den Organisatorinnen der Veranstaltung (Susanne Köhler, Heidrun Sachse und Heike Schlothauer) einig: Das Spannungsfeld Frauen und Männer wird auch in der Zukunft noch Anlass zu vielen Veranstaltungen geben – Fortsetzung folgt.

 
 
 

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