ASF Thüringen

Conny Klisch ist Preisträgerin des Helene-Weber-Preises 2015

Allgemein

Dr. Cornelia Klisch mit Manuela Schwesig nach der Preisverleihung (Bild: BMSFSJ)

Bundesweit und parteiübergreifend: Im Juni 2015 wurde zum dritten Mal der Helene Weber-Preis verliehen. 15 besonders engagierte kommunale Mandatsträgerinnen wurden bei einer feierlichen Preisverleihung durch Bundesministerin Manuela Schwesig geehrt. Mit einem breiten Förderungsangebot werden sie in ihrem kommunalpolitischen Engagement gewürdigt und gestärkt. 

Das Anliegen des Helene Weber-Preises war auch Anliegen seiner Namensgeberin Helene Weber: mehr Frauen für die Politik zu gewinnen. Der Helene Weber-Preis will insbesondere die Kommunalpolitik als „Basis der Demokratie“ stärken.

Auf Vorschlag des Landesfrauenrates Thüringen e.V. hin, wurde Conny Klisch nun gewürdigt:
Aus dem Schreiben des Landesfrauenrates zur Nominierung:

"Frau Dr. med. Cornelia Klisch ist 1972 in Erfurt geboren. Sie ist niedergelassene Fachärztin, alleinerziehende Mutter von zwei Kindern und bereits die zweite Legislaturperiode im Erfurter Stadtrat für die SPD Fraktion kommunalpolitisch aktiv. Dort ist sie sozialpolitische Sprecherin ihrer Fraktion und setzt sich engagiert für Gesundheits-, Sozial- und Kulturpolitische Inhalte ein.
Frau Dr. med. Klisch ist außerdem seit vielen Jahren in der Frauenpolitik aktiv. Als langjährige Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Thüringens (ASF) und als langjähriges Vorstandsmitglied im Thüringer Landesfrauenrat hat sie mit ihrer Arbeit und Engagement die frauenpolitische Arbeit des Landesfrauenrates nachhaltig unterstützt und bereichert. So gründete sie 2005 (und leitete bis 2012) den Arbeitskreis Frauengesundheit, in dem sich Frauen aus verschiedenen Verbänden zu gesundheitspolitischen Themen regional und überregional vernetzen konnten. In diesem Rahmen initiierte sie ein jährlich in Erfurt stattfindendes Symposium zu Fragen der Frauengesundheit in Kooperation mit Fachverbänden, lokalen Bündnispartnern und politischen Akteuren.
Durch ihre Anregung und kommunalpolitischen Konzepte konnte die Erfurter Arbeitsgemeinschaft der sozialdemokratischen Frauen (ASF) 2013 den Innovationspreis des SPD Bundesverbandes erringen. Unter ihrer jahrelangen Führungsarbeit in der ASF wurde eine verbindliche 50/50 Quotierung der SPD Wahllisten auf Erfurter kommunaler Ebene und im Weiteren auch auf Thüringer Landesebene durchgesetzt. Hierdurch wurde erstmals 2014 auf Landesebene sogar eine ca. 60 prozentige Frauenbeteiligung in der Fraktionsarbeit erzielt.
Inhaltlich passend hierzu war die ASF mit Frau Dr. med. Klisch Mitveranstalterin der in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommenen Fachtagung des Landesfrauenrates zum Parité Gesetz 2014.
Besonders ihre Vernetzung mit der lokalen Politik war und ist für den Thüringer Landesfrauenrat von großer Synergie. Als Stadträtin engagiert sie sich seit Jahren für die Vermittlung von gesundheitspolitischen Kernwerten und greift dabei auch zu unkonventionellen Mitteln, wie zum Beispiel ihre Teilnahme an Marktfesten in der mittelalterlich geprägten Stadt Erfurt als „Doctrix Klisch“, Organisation von medizinischen Vorträgen im Erfurter Frauenzentrum, Informationsveranstaltungen zu „Pflege“ in Seniorenclubs und Selbsthilfegruppen, ihre Teilnahme an lokalen Blutspendeaktionen oder Einwerbung von Spendenmitteln für Veranstaltungen im Breitensport, wie z.B. die Erfurter Eiskunstlauf-Gala der Nachwuchstalente (8000 €).
Frau Dr. Klisch bereichert die Themenfelder der kommunalen Frauenpolitik weiterhin um den Bereich Soziokultur. Sie war 5 Jahre Mitglied im Kulturausschuss der Stadt Erfurt und konnte auch dort frauenpolitische Ziele anmahnen und umsetzen. Als Vorstandsmitglied des Theaters Waidspeicher e.V. wirkte sie entscheidend mit bei der Besetzung einer weiblichen Intendantin unter dem Motto „Frauen in Führungspositionen“. 2014 setzte sie sich für die Idee eines Kulturquartiers mitten im Herzen von Erfurt auf dem Petersberg ein. Weiterhin wirbt sie regelmäßig, wie zuletzt in ihrer Haushaltsrede zur vorläufigen Haushaltsplanung in Erfurt, für die Absicherung der Breiten-und Soziokultur als wichtigen Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens.
In ihrem lokalen Wirkungsgebiet machte sie sich durch Aktionen wie gelebte Bürgerbeteiligung bei der Verkehrsberuhigung einer vierspurigen Autostraße im Wohngebiet (Clara Zetkin Straße Erfurt) als auch durch ihre Unterstützung von lokalen historischen Projekten wie der Sanierung der über hundertjährigen Stadtparktreppe (Spendenunterstützung des Vereins „Spiel-und Freizeitplätze der Generationen in Erfurt“) bekannt.
Themen wie Inklusion, aber auch das Miteinander unterschiedlicher Nationalitäten liegen ihr besonders am Herzen. Sie nimmt nicht nur an Workshops und Diskussionsveranstaltungen zu diesen Themen teil, sondern reiste auch 2012 als Stadträtin in die afrikanische Erfurter Partnerstadt Kati in Mali, um dort Gelder einer Erfurter- und ASF unterstützten Spendenaktion zum Bau eines lokalen Frauenzentrums in Kati zu übergeben.
Außerdem engagiert sie sich für die Initiative „Soziale Stadt“ im Erfurter Südosten. Dieser Stadtteil gilt als ein sozialer Brennpunkt mit zunehmenden Problemen und Aktivitäten von rechtsextremen Kräften. Eine große Resonanz fand dabei ihre Idee anlässlich zum Jahrestag der Bücherverbrennung eine lokale „Lesung gegen das Vergessen“ zu organisieren. An dieser Lesung nahmen verschiedene Erfurter und Thüringer prominente Persönlichkeiten teil (wie zB. die Leiterin der Erfurter Verkehrsbetriebe, der Erfurter Kulturdirektor, Erfurter Buchhändler, Thüringer Justizminister und viele andere). Die Lesung fand im sozialpsychiatrischen Zentrum mitten im Neubau-Wohngebiet im Erfurter Südosten statt. Frau Dr. med. Klisch wollte mit diesem besonderen Ort nicht nur auf die lokalen rechtsextremen Tendenzen sondern zusätzlich auf die häufige Ausgrenzung psychisch erkrankter Menschen in unserer heutigen Gesellschaft aufmerksam machen."

 

 

 
 
 

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