AsF Thüringen für Parité-Gesetz: Kritik des LFR zurück gewiesen

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AsF-Landesvorsitzende Heidrun Sachse widerspricht Kritik des LFR.

Mit Verwunderung haben wir die Pressemitteilung des Landesfrauenrates zur angeblichen Verweigerungshaltung der SPD in Thüringen zum Parité-Gesetz zur Kenntnis genommen. Nur nachvollziehen können wir die Kritik nicht. Gerade auf dem jüngsten Landesparteitag hat die Thüringer SPD mit großer Mehrheit einen Antrag zur paritätischen Besetzung von Ämtern, Gremien und Mandaten beschlossen.

"Wie kommt der Landesfrauenrat Thüringen eigentlich auf die Idee, die Thüringer SPD und vor allem die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) sei gegen ein Parité-Gesetz für Parlamente?" fragt die Landesvorsitzende der Thüringer Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, Heidrun Sachse. "Dafür treten wir schon so lange ein, dass wir schon gar nicht mehr wissen, seit wann." Der Thüringer Landesfrauenrat hatte in einer Pressemitteilung ausgeführt, dass die Thüringer ASF im Gegensatz zur Bundes-SPD nicht unterstützen würde, dass Frauen und Männer jeweils zur Hälfte in den deutschen Landtagen und im Bundestag sitzen werden. Auch der Vorsitzende der Thüringer SPD-Landtagsfraktion reagierte mit großen Unverständnis auf die Pressemitteilung des Landesfrauenrates. „Für meine Fraktion ist es absolut unverständlich, dass seitens des Landesfrauenrates und der Thüringer Gleichstellungsbeauftragten kein Kontakt zu uns gesucht wurde und stattdessen eine Pressemitteilung veröffentlicht wurde, die der gesamten Fraktion unterstellt, sie würde sozialdemokratische Grundwerte vernachlässigen. Das ist nicht nur ein starkes Stück, sondern auch inhaltlich komplett falsch.“, so Matthias Hey.  "Das ist eine Falschmeldung, die umso schwerer wiegt, als die Thüringer ASF eine der größten Mitgliedsorganisationen des LFR ist." stimmt Sachse zu.  Dass ausgerechnet der LFR, der früher einmal eine politische Frauenlobby darstellte, aber seit einigen Jahren jedoch nur noch wenig öffentlich in Erscheinung trat, nun einem eigenen Verbandsmitglied gegen das Schienbein tritt, das verstehe, wer will. "Wir würden begrüßen, wenn der LFR tatsächlich wieder in die Lobbyarbeit für Frauen einsteigen würde und sich zum Beispiel dem Thema des Familienrechts, wo sich gerade einige radikale Väterrechtler lautstark zu Wort melden, widmen würde, anstatt sich an den eigenen Mitgliedsorganisationen abzuarbeiten.“ so Sachse abschließend.

 
 
 

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