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ASF Thüringen

03.02.2015 in Ankündigungen

„Die Hälfte der Welt für die Hälfte der Menschen - Frauenrechte weltweit“

 
Christoph Strässer zu Gast in Erfurt (Foto: spdfraktion.de (Susie Knoll / Florian Jänicke))

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein Grundrecht aller Menschen sowie ein Grundwert jeder Demokratie. Weltweit sind in vielen Staaten und Regionen Frauen benachteiligt, unterdrückt und entrechtet. Sie sind ebenso von Flucht vor Kriegen betroffen. Gleichzeitig ist in der UN-Charta belegt, dass Frauen einen ganz wesentlichen und oft sogar den entscheidenden Beitrag am Wiederaufbau von Gesellschaft nach Krisen und Kriegen leisten. Von der Stärke von Frauen sollte und muss die Weltgemeinschaft viel stärker profitieren – wenn sie ihnen gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen will. Um dieses Ziel zu erreichen, muss es nicht nur gesetzlich verankert sein, sondern wirksam auf alle Bereiche des Lebens angewendet werden. Trotz formaler Anerkennung und zahlreicher Fortschritte ist die Gleichstellung von Frauen und Männern im Alltag noch immer nicht Realität ge­worden. Frauen und Männer genießen in der Praxis nicht dieselben Rechte. Gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und kulturelle Ungleichheiten bestehen weiterhin, etwa bei Löhnen und Gehältern sowie bei der politischen Vertretung, in der Frauen unterrepräsentiert sind.

Es ist uns gelungen, MdB Christoph Strässer, Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung sowie Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, als Referenten zu gewinnen.

Nach einem Impulsreferat möchten wir, moderiert von Sandy Kirchner, in die Diskussion über die Ziele und unsere Entfernung zu den Zielen der UN-Charta mit Helena Eisner (Landesfrauenrat Thüringen), Madeleine Henfling (Flüchtlingsrat Thüringen) und Dr. Babette Winter (Arbeitsgemeinschaft Sozial­demokratischer Frauen) einsteigen. Eine Betrachtung der Frauenrechte unter der Berücksichtigung der derzeitigen Flüchtlingssituation wird dabei nicht zu kurz kommen.

Das Salongespräch der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) findet am

Freitag, den 13.2.2015 um 17 Uhr im Café Nerly

(Marktstraße 6, 99084 Erfurt) statt.

 
 

28.01.2015 in Allgemein

Motto zum Frauentag "Starke Frauen für eine starke Welt"

 

Das ASF Motto für den Internationalen Frauentag am 8. März 2015 lautet "Starke Frauen für eine starke Welt".

Das Thema ist „Peking plus 20“ (2015 sind es 20 Jahre seit der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking)

Die ASF-Bundeskonferenz hat dazu im Juni 2014 den Beschluss P 16 gefasst „Peking +20 - Höchste Zeit für mehr Geschlechtergerechtigkeit und Gender Empowerment (Stärkung und Förderung von Frauen und Mädchen)“  - nachzulesen auf der ASF Homepage.

 

Mehr Informationen über Peking plus 20 bietet die Internetseite der UN Women Deutschland https://www.unwomen.de/peking-20

 
 

23.01.2015 in Allgemein

Maria Noichl: "AfD wirbt im Europäischen Parlament erfolglos um Familienmodell des 19. Jahrhunderts"

 
Maria Noichl, MdEP

Ausschuss für Frauen und Gleichberechtigung
bekräftigt das Recht auf Abtreibung trotz starken Gegenwinds

Rechte Kräfte im Ausschuss für Frauen und Gleichberechtigung des Europäischen
Parlaments, unter anderem auch die AfD, haben in den letzten Wochen erneut
versucht eine neue Debatte um das Recht auf Abtreibung zu entfachen. Bereits im
Vorfeld der Abstimmungen über den Bericht des belgischen Sozialdemokraten Marc
Tarabella über die Fortschritte im Bereich der Gleichstellung der Geschlechter in der
Europäischen Union wurde Kritik an diesem laut. Mittels einer Unterschriftenaktion
und zahlreicher E-Mails wurden die Abgeordneten dazu aufgefordert gegen den
Bericht zu stimmen, sollte er das Recht unterstreichen, sich für oder gegen ein Kind
zu entscheiden. Auch die AfD-Abgeordnete im Ausschuss, Beatrix von Storch,
machte deutlich gegen diese Paragraphen und auch gegen die freie Entscheidung
stimmen zu wollen.
Die frauenpolitische Sprecherin der deutschen Sozialdemokraten im Europäischen
Parlament, Maria NOICHL, machte deutlich: "Das Recht auf Empfängnisverhütung
und legaler sowie sicherer Abtreibung steht immer wieder auf wackeligen Beinen,
auch in der Europäischen Union. Deshalb hat es sich der FEMM-Ausschuss auch
zur Aufgabe gemacht, dieses Recht immer wieder durch seine Arbeit zu bestärken
und zu unterstreichen". Umso erfreuter zeigten sich die die SozialdemokratInnen,
zusammen mit Teilen der anderen politischen Fraktionen, die innerhalb dieser
Ausschusssitzung eine ausreichende Mehrheit für den Bericht und die darin
erwähnte Unterstützung des Rechts auf Abtreibung bilden konnten.
Es handelt sich jedoch keinesfalls um einen Bericht, der sich ausschließlich mit
dieser Thematik befasst. Der Bericht des belgischen Sozialdemokraten solle
vielmehr eine Bestandsaufnahme der heutigen Situation der Gleichstellung
vornehmen sowie dringende Handlungsfelder aufzeigen. "Es ist aber daher nicht
weniger wichtig sich auch für das Recht auf Abtreibung auszusprechen" so Maria
NOICHL weiter. "Keine Frau setzt die Möglichkeit des Schwangerschaftsabbruchs
gerne ein. Wenn sie sich aber dafür entscheiden muss, kann dies auch in sicheren
und legalen Rahmenbedingungen stattfinden. Wir dürfen nie wieder in die Situation
kommen, dass Engelmacherinnen in Hinterhöfen agieren müssen!"
Die Sprecherin für Gleichstellungsfragen hofft, dass die erstarkende AntiAbtreibungslobby
nicht noch weiter Druck auf die Abgeordneten ausüben werde. "In
der Schlussabstimmung im März im Plenum in Straßburg werden wird dann sehen,
ob sich die Abgeordneten dem Druck dieser und anderer erzkonservativer
Gruppierungen beugen werden. Unsere Position dazu wird sich nicht verändern."

 

 
 

22.01.2015 in Allgemein

Elke Ferner: Aktuelles DIW-Managerinnen-Barometer bestätigt -Ohne gesetzliche Frauenquote geht es nicht

 
Elke Ferner, ASF-Bundesvorsitzende

Heute hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) seine Studie zur Repräsentation von Frauen in Vorständen und Geschäftsführungen sowie in Aufsichts- und Verwaltungsräten der größten Unternehmen in Deutschland, das so genannte „Managerinnen-Barometer 2015“, vorgestellt. Hierzu erklärt die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Elke Ferner:

Das „Managerinnen-Barometer“ des DIW bestätigt auch in diesem Jahr: Frauen sind in den Chefetagen deutscher Unternehmen immer noch eine Seltenheit. Vor allem der Finanzsektor bleibt weiterhin eine reine Männersache.

Nur 7 Prozent der Vorstände in den 100 größten Banken und Sparkassen sind Frauen; bei den Versicherungen liegt der Frauenanteil in Vorständen bei mageren 8,5 Prozent. Auch die Veränderungen zum Vorjahr geben keinen Grund zur Hoffnung: Das Plus liegt bei weniger als einem Prozentpunkt.

Diese neuen Zahlen unterstreichen noch einmal klar die Notwendigkeit einer gesetzlichen Frauenquote. Das von der SPD und Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig – gegen den Widerstand von Union und Wirtschaft – durchgesetzte Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat das Bundeskabinett Mitte Dezember 2014 beschlossen.

Die Quote ist ein historischer Durchbruch. Sie wird nicht nur Frauen von der gläsernen Decke auf der Karriereleiter befreien, sondern auch endlich das wirtschaftliche Potential der bestausgebildetsten Frauengeneration in Deutschland ausschöpfen.

 
 

19.01.2015 in Allgemein

AsF Jena mit neuem Vorstand

 
Die neue Vorsitzende Melanie Pesch (re.) und Dr. Tanja Groten als ihre Stellvertreterin kurz nach ihrer Wahl.

Bei ihrer Mitgliederversammlung am 13. Januar wählte die AsF Jena einen neuen Vorstand und stellte ein Arbeitsprogramm für das Jahr 2015 auf.

 
 

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